Zahnärztin
Dr. Marlene Wachter
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News

Gepflegter Zahnersatz sorgt für gute Mundgesundheit!

„Soll ich meine Zahnprothese jeden Tag reinigen?“ Auf jeden Fall und am besten mehrmals am Tag. Denn wie natürliche Zähne benötigen auch die „Dritten“ eine gründliche Pflege. Egal ob 20 Jahre, 50 Jahre oder 80 Jahre – die tägliche Mundhygiene ist ein wichtiger Baustein für die allgemeine Gesundheit und das Wohlempfinden. Kann ein Patient mit Behinderungen oder Pflegebedarf seine Prothese nur bedingt oder gar nicht selbst reinigen, muss dies unbedingt von Angehörigen oder von Pflegepersonal übernommen werden.

Entzündungsgefahr durch bakteriellen Belag auf der Prothese Das Kuratorium perfekter Zahnersatz (KpZ) rät, herausnehmbare Prothesen nach jeder Mahlzeit – mindestens aber einmal am Tag – dem Mund zu entnehmen und zu reinigen. Natürlich können die künstlichen Zähne keine Karies bekommen. Aber werden die Beläge auf der Prothese nicht regelmäßig entfernt, lagern sie sich – genau wie bei Zähnen auch – auf der Prothese ab. Folge können Mundgeruch, Zahnfleischerkrankungen an den restlichen Zähnen, Entzündungen an der Mundschleimhaut, Knochenrückgang oder damit dann eine unzureichende Passung des Zahnersatzes sein. Die große Gefahr von Entzündungen in der Mundhöhle birgt das Risiko von Folgeerkrankungen. Entzündungsbakterien können über den Mund in den Blutkreislauf gelangen. Studien legen die Vermutung nahe, dass eine chronische Entzündung des Zahnhalteapparats Arteriosklerose, Diabetes oder Rheuma begünstigt.

Vorbeugen und Pflegen Ein ordentlich gepflegter Zahnersatz beugt Entzündungen vor und schützt vor Belägen, Verfärbungen etc. Um der Bildung des bakteriellen Belages auf Prothesen und Zähnen als Entzündungsauslöser vorzubeugen, ist auch eine mundgesunde Ernährung angeraten; möglichst zuckerfrei. Zudem sollte die Prothese regelmäßig – am besten nach jeder Mahlzeit – gründlich mit einer speziellen Zahnprothesen-Bürste gereinigt werden. Sie hat in der Regel härtere Borsten und oft ein zusätzliches längeres Borstenbüschel. Mit ihr erreicht man alle Stellen an der Prothese. Für die Reinigung ist fließendes klares Wasser empfohlen sowie die Verwendung eines milden Spülmittels. Es ist außerdem ratsam, das Waschbecken mit Wasser oder einem Handtuch zu füllen. Rutscht die Prothese beim Putzen aus der Hand, fällt sie weich und es wird kein großer Schaden entstehen. Das Reinigen der Prothesen-Unterseite ist ebenso so wichtig wie das Putzen der künstlichen Zähne. Auch Zahnfleisch und Zunge wollen gepflegt sein. Für die Zunge gibt es sogenannte Zungenschaber. Das Zahnfleisch „freut“ sich über eine regelmäßige sanfte Massage mit einer weichen Bürste. Setzen sich trotz allem hartnäckige Beläge (Zahnstein) auf dem Zahnersatz fest, sollten diese unbedingt von Fachpersonal entfernt werden! Hier kann das Dentallabor helfen. Der Zahntechniker reinigt und poliert die Prothese mit speziellen Geräten gründlich und fachgerecht. Bei der Prothesenreinigung durch den Zahntechniker wird auch nach Rissen an der Prothese geschaut. Falls tatsächlich Risse vorhanden sind, können diese dann gleich nach Rücksprache repariert werden. Überraschende Prothesenbrüche können so gegebenenfalls frühzeitig verhindert werden.

19.06.2018 DGA | Quelle: Kuratorium perfekter Zahnersatz e.V.

Treue Parodontitispatienten behalten ihre Zähne länger

Wie steht es um die Sicherung des Behandlungserfolgs bei Parodontitis, also der Erkrankung, die im Erwachsenenalter am häufigsten zu Zahnverlust führt? Welche Bedeutung hat das Patientenverhalten hierfür? Im Auftrag des Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ) ist die JLU-Medizinpsychologin Prof. Dr. Renate Deinzer gemeinsam mit ausgewiesenen parodontologischen Experten dieser Frage nachgegangen. In drei parallelen Literaturstudien analysierten sie den Stand der Erkenntnis hinsichtlich der Bedeutung der Mundhygiene, der Teilnahme an Nachsorgeuntersuchungen und des Rauchens für den Erfolg der Parodontitistherapie.

Dass eine effektive Mundhygiene zentral für den Behandlungserfolg ist, konnten die Autorinnen und Autoren dabei voraussetzen. Hier galt es zu klären, wie die Mundhygiene von Parodontitispatienten am besten verbessert werden kann. Dazu gibt es erstaunlich wenige aussagekräftige Studien. Diese liefern im Gesamtergebnis erste Hinweise darauf, dass komplexe und umfassende Interventionen, etwa im Sinne einer Patientenschulung, erfolgreicher sind als einfache Hygieneunterweisungen.

Die so genannte unterstützende Parodontitistherapie verfolgt das Ziel, durch regelmäßige Betreuung des Patienten über Jahre hinweg den parodontalen Behandlungserfolg auf Dauer zu sichern. Insofern verlangt sie vom Patienten ein hohes Maß an Therapietreue. Diese scheint sich allerdings auch auszuzahlen. Das Ergebnis der Metastudie zeigt einen klaren Zusammenhang zwischen der Therapietreue und der Vermeidung des Zahnverlusts. Dennoch merken die Autoren kritisch an, dass vorausschauende Studien auf hohem Evidenzniveau noch fehlen, um tatsächlich von einem ursächlichen Zusammenhang zwischen Therapietreue und niedriger Zahnverlustrate sprechen zu können.

Dass Rauchen die parodontale Gesundheit beeinträchtigt, ist ebenfalls unumstritten. Inwieweit es aber auch den Behandlungserfolg bei einer Parodontitistherapie beeinträchtigt, ist bislang kaum untersucht. In ihrer Literaturübersicht finden die Autoren zwar einige erste Zusammenhangsanalysen, die auch einen Trend in die erwartete Richtung zeigen, aber noch nicht ausreichen, um zu eindeutigen Schlussfolgerungen zu kommen.

In der Summe kommen die Autorinnen der drei Literaturstudien zu dem Ergebnis, dass es in allen drei Bereichen noch erheblichen Forschungsbedarf gibt. Sie zeigen deswegen in ihren Literaturanalysen auch auf, wie entsprechende Studien aussehen müssen und welches Forschungsinvestment hier nötig sein wird. Einzelne Forschungseinrichtungen können derart komplexe Studien allein weder organisatorisch noch finanziell stemmen, da große Probandenkollektive über einen langen Zeitraum beobachtet werden müssen. „Da es sich bei der Parodontitis um weltweit die siebthäufigste chronische Erkrankung handelt, ist es nicht nur aus wissenschaftlicher Sicht, sondern auch aus dem Blickwinkel der öffentlichen Gesundheitsfürsorge von großem Interesse, dass hierfür entsprechende öffentliche Forschungsgelder bereitgestellt werden“, sagt Prof. Deinzer.

Digitalisierung, Pflegealltag, wirtschaftliche Realitäten

Am 15. Mai fand das gemeinsame Frühjahrsfest von Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und Kassenzahnärztlicher Bundesvereinigung (KZBV) in der Britischen Botschaft in Berlin statt.
BZÄK-Präsident Dr. Peter Engel erklärte in seinem Grußwort, der technische Fortschritt dürfe nicht fachfremden Digital-Giganten überlassen werden. Alle Akteure im Gesundheitswesen müssten sich auf einheitliche Standards, gemeinsame Maßnahmen und gewünschte Grenzen der fortschreitenden Digitalisierung einigen.
In der Pflege habe die BZÄK Politik und Krankenkassen seit fast 20 Jahren auf den Handlungsbedarf bei der zahnmedizinischen Betreuung hingewiesen – und sich mit zahlreichen Projekten für ein bessere Betreuung und Prävention von Pflegebedürftigen einsetzt. Der BZÄK-Präsident reagierte damit auf unaufrichtige Vorwürfe des Barmer Zahnreports.
Zum Schluss appellierte Engel an den Gesundheitsminister, eine notwendige Anpassung der  Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) an die wirtschaftlichen Realitäten zeitnah anzugehen: ein Tierarzt erhalte für eine Zahnextraktion bei einem Kleintier 12,82 €, eine Zahnärztin für die gleiche Behandlung bei einer Oberstudienrätin 7,88 €.

Der Bundesminister für Gesundheit, Jens Spahn, MdB, verwies auf sein großes Anliegen, die Digitalisierung: Wenn wir jetzt nicht im Bereich der Digitalisierung durchstarteten, täten es andere. Startups aus Großbritannien und anderen Ländern legten vor. Wir hätten die Wahl: gestalten oder erleiden. Er wolle gestalten.
Die im Koalitionsvertrag geplanten Vorhaben im zahnärztlichen Bereich, wie die Mundgesundheit in der Pflege, die Anhebung der Festzuschüsse sowie das digitale Bonusheft seien notwendig. Aber auch die  zahnärztliche Approbationsordnung (ZApprO) liege schon viel zu lange da und warte auf ihre dringende Novellierung, verdeutlichte Spahn.
Ausdrücklich würdigte er die Präventionskonzepte der Zahnärzte, Prävention funktioniere in keinem Bereich des Gesundheitswesens so gut wie in der zahnärztlichen Versorgung.

Dr. Wolfgang Eßer, Vorsitzender des Vorstandes der KZBV, übte in seiner Eröffnungsansprache u.a. Kritik an der aktuellen Ausgestaltung rein zahnärztlicher Medizinischer Versorgungszentren (MVZ). Aufgrund ihrer Sogwirkung in Ballungsgebieten könne es künftig zu Engpässen und Unterversorgungen im ländlichen Raum und in struktaurschwachen Gebieten kommen.

12.06.2018 DGA | Quelle: Bundeszahnärztekammer

Was Patienten über Zahnkronen wissen sollten

Die neueste Ausgabe der Patientenzeitschrift ZahnRat beschäftigt sich mit dem Thema Kronen. Die Wahl der Möglichkeiten ist groß und eine Entscheidung fällt oft nicht leicht. Der ZahnRat 95 unterstützt Patienten bei der Orientierung.

Ist ein Zahn abgebrochen, verfärbt oder besteht nur noch aus Füllungen – eine Krone kann dafür sorgen, dass Zähne wieder gut aussehen und Patienten wieder gut kauen oder ordentlich abbeißen können. Aber wie auch in der Mode, so gibt es verschiedene (Werk-)Stoffe, unterschiedliche Ästhetik und verschiedene Einsatzgebiete. Der neue ZahnRat hilft Patienten, sich bei der Vielzahl der Möglichkeiten zu orientieren und die richtige Wahl bei einer Krone zu treffen.

Wann ist eine Krone für einen Zahn überhaupt notwendig? Möglich sind beispielsweise die Zerstörung des Zahnes durch Karies, durch Abnutzung oder Unansehnlichkeit durch Mineralisierungsstörungen. „Eine Krone kann dazu verhelfen, das ursprüngliche Aussehen der Zahnreihe wieder herzustellen und neben der Funktionalität die Lebensqualität zu verbessern“, verweist Dipl.-Stom. Bettina Suchan, Vizepräsidentin der Landeszahnärztekammer Brandenburg auf die Vorzüge dieser Behandlungsmöglichkeit. Die Zahnärztekammer in Brandenburg erstellte den aktuellen ZahnRat in redaktioneller Regie.

Haben sich Patienten für eine Krone entschieden, müssen sie das Material auswählen. Ob Keramik-, Zirkonoxid- oder Metallkrone – der ZahnRat 95 unterstützt bei der Entscheidung.
Hintergrund: Zahnkronen verhelfen zu ursprünglichem Aussehen

Alle künstlichen Zahnkronen gelten als Zahnersatz. Eine Krone ist eine Art Schutzkappe für einen stark geschädigten Zahn. Mit einer Krone erhält der Zahn sein ursprüngliches Aussehen und seine Form wieder zurück. Dadurch kann dieser seine Funktion erfüllen sowie das Abbeißen, Zerkleinern, Kauen und das Sprechen positiv unterstützen. Um eine Krone herzustellen, muss der Zahn durch den Zahnarzt in einer besonderen Weise präpariert (beschliffen) werden. Nach einem sogenannten Abdruck der Präparation wird die Krone in der Zahntechnik angefertigt und durch den Zahnarzt auf dem präparierten Zahnstumpf mit zahnärztlichem Zement oder mit einem speziellen zahnärztlichen Kleber eingesetzt. Sie bedeckt den gesamten sichtbaren Teil eines Zahnes und ist somit kaum von den normalen Zähnen zu unterscheiden.

Die Patientenzeitung „ZahnRat“ ist Teil des zahnärztlichen Patienteninformationssystems, erreichbar unter www.pat-info-system.de oder www.zahnrat.de. Der „ZahnRat“ wird herausgegeben von den Zahnärzten der Länder Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt sowie Thüringen.
ZahnRat 95 „Alles was Sie über Kronen wissen müssen“

Umfangreiche Informationen lesen Sie im ZahnRat 95, welcher in allen Praxen des Landes Brandenburg ausliegt oder unter www.ZahnRat.de aufgerufen werden kann.

11.06.2018 DGA | Quelle: Landeszahnärztekammer Brandenburg



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Airflow-Geräte

Pulver-Strahl-Geräte, mittels derer Verfärbungen an den sichtbaren Zahnflächen entfernt werden können, ohne dass der Zahnschmelz angegriffen wird.